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Wein-Lexikon

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Tafelwein

Einfachste Qualitätsstufe; deutscher Tafelwein muß aus deutschen Trauben zugelassener Rebflächen und Rebsorten stammen. Der natürliche Mindestalkoholgehalt eines Tafelweines muß in Deutschland 5% vol. (= Mostgewicht 44 Grad Oechsle), der Gesamtalkoholgehalt mindestens 8,5% vol. und die Gesamtsäure mindestens 4,5 g/l betragen. Tafelweine erhalten keine amtliche Prüfnummer.

Tannin

s. Gerbstoff

Tauberfranken

Weinrechtlicher Bereich im nordöstlichen Teil des Anbaugebiets Baden (früher: Badisches Frankenland). Besondere Flaschenform: Bocksbeutel. Die Weine zeichnen sich durch ihr erdgeprägtes Geschmacksbild aus, das sie den Buntsandsteinformationen und dem Muschelkalk verdanken.

Temperatur

s. Klima, Trinktemperatur

Traminer/Gewürztraminer

Alte Kulturrebsorte schon von den Römern in Oberitalien und im oberen Rheintal angebaut, seit 1500 Jahren in Deutschland im Mischanbau nachweisbar. Weiteste Verbreitung hier im 18. Jahrhundert bei Umstellung von Massenträgern auf Edelrebsorten. Der Unterschied beider Sorten liegt im Bukett; der Traminer ist eher fein und dezent, der Gewürztraminer (Roter Traminer) kräftig und aromatisch. Die Nase erinnert an Wildrosen, viel Körper und milde Säure.

Transvasiermethode

Eines der Gärverfahren für Schaumwein; dabei findet die Trennung des Schaumweins von der Hefe im Tank statt. Der (flaschenvergorene) Schaumwein wird auf Großraumbehälter umgefüllt und vor der Flaschenfüllung entheft und filtriert. Gesetzliche Mindestlagerzeit in der Flasche: sechs Monate.

Traubenvollernter

Fahrzeug zur maschinellen Traubenlese; aus Qualitätsgründen wird er von den badischen Winzern nicht eingesetzt.

Trinktemperatur

Weißwein und Rosé trinkt man in der Regel am besten mit 8 Ð 10¡C, Rotweine mit 16 Ð 18¡C.  Ganz junge Rotweine können durchaus auch kühler genossen werden. 20¡C sollte ein Wein nicht überschreiten. Dann zeigt der Wein jeden kleinen Fehler, und mit zunehmender Temperatur beginnt der Alkohol, das Bukett zu zerstören.

Trocken

s. Geschmacksbezeichnungen

Trockenbeerenauslese

Weine, die aus eingeschrumpften, edelfaulen Beeren gekeltert werden. In Baden muß das Mindestmostgewicht 150 Grad Oechsle betragen.

Trollinger (Blauer)

Deutsche Rotwein-Rebsorte. Meist hellrote, dank ihrer deutlichen Säure frische, rassige Weine, die ausschließlich in Württemberg angebaut werden. In Baden minimaler Anbau, nur in dem Bereich Badische Bergstraße/Kraichgau.

Truebstoffe

In der Fachsprache die nach der Gärung sich absetzenden, festen Bestandteile des Weines oder Sektes, vor allem Hefezellen. Diese werden grundsätzlich vor dem Abfüllen auf Flaschen durch Schönung und Filtration entfernt. Dennoch können auch in der Flasche Trübungen auftreten bzw. sich ein Depot bilden. Daher wird der Begriff auch in diesem Zusammenhang benutzt.

Tuniberg

Kleinster weinrechtlicher Bereich im Anbaugebiet Baden, südlich des Kaiserstuhls. Die lößüberlagerte Kalksteinbank bietet hervorragende Böden für Qualitätsweine.